“Im Arlberg-Stil gegen Hitler”: Österreicher in US-Armee und Kriegsgeheimdienst im Zweiten Weltkrieg

by ftraussnig

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Als Kafkas Mistkäfer hatte ich die Alte Welt verlassen, als Gary Cooper kehre ich wieder. Die Reconquista hat begonnen, meine höchstpersönliche Rückeroberung … (Georg S. Troller, ironiefähiger US-Soldat)

[D]ie noch vor kurzem aus Europa Eingewanderten, [könnten] eine besondere Mission in diesem Krieg […] erfüllen […]: Nicht nur die Verteidigung ihrer neuen Heimat, der U.S.A., nicht nur die Zerstörung des Hitlerregimes, sondern auch die Befreiung ihrer alten Heimat aus den Fesseln jahrhundertealter Vorurteile. Ich glaube, sie sind ideal gerüstet, Mittler zwischen Amerika und Europa zu sein. (Leo Lania, Journalist, über den Kriegsdienst seines Sohnes in der US Army)

Das ist kein Ruhmesblatt in der Geschichte dieser neu gegründeten Republik. (Michel Cullin, Diplomat, über die Anfeindungen, die ein Exilösterreicher nach 1945 in seiner vom Nationalsozialismus befreiten Heimat erfuhr, weil er die „Uniform des Feindes“ getragen hatte)

Zum Buch:

Während des Zweiten Weltkriegs dienten tausende Österreicher – meist Geflohene vor dem Nationalsozialismus – im Kriegsapparat der USA. Neben der US-Armee hatten vor allem die Geheimdienste, wie das subversiv agierende „Office of Strategic Services“, österreichische Exilanten in ihren Reihen. Österreicher kämpften in amerikanischen Divisionen und nahmen als Wehrmachtsdeserteure an riskanten Geheimdiensteinsätzen teil. Der Widerstandskampf im Exil wurde unter dem Dach der amerikanischen „Anlehnungsmacht“ und oft mit hohem persönlichem Risiko geführt. Florian Traussnig liefert eine Zusammenschau des Forschungsstands und wirft biografische Schlaglichter auf die Beiträge, die die Vertreter des „anderen Österreich“ im Kampf gegen Hitler-Deutschland und bei der Befreiung ihres ehemaligen Heimatlandes geleistet haben.

Im Arlberg-Stil gegen Hitler […] [Dieser] Beitrag zur Niederschlagung des Nationalsozialismus ist heute in Österreich weitgehend vergessen. (Niko Wahl, Die Zeit

Florian Traussnig ist eine quellengesättigte, klar strukturierte und flüssig erzählte Schilderung eines wichtigen Teilaspekts des österreichischen Widerstands im weiteren Sinne gelungen. (Winfried Heinemann ,Militärgeschichtliche Zeitschrift)

 … auch für zeitgeschichtebegeisterte Normalleserinnen und -Leser eine spannende und lohnende Lektüre. […] Wenn man über die österreichische Innenpolitik des Jahres 2016 schimpft, sollte man dann und wann daran denken, unter was für gewaltigen Opfern diese – fehlbare – Demokratie erkämpft worden ist. Florian Traussnigs Buch erinnert daran – kein geringes Verdienst. (Günter Kaindlstorfer, Radio Ö1)

Ein äußerst interessantes Buch, das flüssig zu lesen [ist]. (WIR Streitkräfte)

… excellent … subtle … a careful biographic approach … a strong signal that ‘the new military history’ has arrived in Austria too … Traussnig has dug deeply into American archives to provide us with a number of compelling paradigmatic portraits of Austrians who fought in the U.S. Army and served in the OSS. (Günter Bischof, Contemporary Austrian Studies)

Florian Traussnigs Untersuchung ist ein wertvoller Beitrag zur Erhellung des österreichischen Widerstands in amerikanischen Uniformen. (Hans-Werner Scheidl, Die Presse)

… das Buch zeigt Lebenswege auf, ohne in die Falle der Mythisierung oder der Hagiographie zu tappen. (Laure Gallouët, Austriaca)

… ein sehr engagiert geschriebenes Buch mit viel Lust an kulturwissenschaftlichen Interpretationen (Peter Pirker, Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies)

…  ein wertvoller Beitrag zur späten und überfälligen Anerkennung dieses Widerstands von außen. (Gisela Hormayr, DÖW-Mitteilungen)

… eine spannende Lektüre, zumal der Verfasser nicht nur zum Teil abenteuerliche, aber auch berührende Lebensgeschichten präsentiert[.] (Martin Moll, Journal der juristischen Zeitgeschichte)

… als Anstoß für zukünftige Gedenkarbeit wärmstens empfohlen (Werner Anzenberger, Rede: “Diktaturen. Krieg. Vernichtung – Chancen regionaler Gedenkkultur”)